Joseph Carl Grund

(Die Höhle über dem Fluß)
Joseph Carl Grund wurde 1920 in Dürnberg (Böhmen) geboren. Er hat Vor- und Frühgeschichte sowie alte Sprachen studiert, an vielen Ausgrabungen teilgenommen und (fast) alle Stätten besucht, über die er geschrieben hat. In 50 Jahren schrieb er über 100 Bücher, 32 Theaterstücke und einige Hör- und Fernsehspiele. Die Bücher dieses außergewöhnlichen Autors erhielten zahlreiche Auszeichnungen und wurden in 17 Sprachen übersetzt. Seit 1957 lebte er in Nürnberg, wo er im September 1999 verstorben ist.

Seine spannenden Romane für Jugendliche erscheinen in der Reihe "Lebendige Geschichte" im Loewe — Verlag. Joseph Carl Grund gelingt es wirklich, die Geschichte zum Leben zu erwecken. Da der Autor ein Kenner der überlieferten Tatsachen ist, zählen seine Romane zu den historisch fundiertesten für junge Leser.

Leider sind einige Bände aus dieser Reihe vergriffen und können nur noch in Bibliotheken ausgeliehen werden. Die Bücher, die noch erhältlich sind, dürften jedoch für eine Weile reichen!

© kids-unlimited 2000


Bücher von Joseph Carl Grund:

Die Höhle über dem Fluß. Eine Erzählung aus der Altsteinzeit. (ab 11 J.)

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Zwei unbekannte Kinder werden von den Bewohnern aus dem reißenden Strom tief unter ihrer Höhle geborgen, in die Gemeinschaft der Sippe aufgenommen und mit besonderer Sorgfalt großgezogen. Häuptlingskinder eines fremden Stammes, der während einer furchtbaren Naturkatastrophe untergegangen ist, sollen sie sein und ihren Rettern infolge eines besonderen, ihnen anhaftenden Zaubers Jagdglück und Wohlergehen vermitteln. So weiß ein weit herumgekommener Jäger zu berichten. Und Orek und Oka, wie das Geschwisterpaar geheißen wird, fühlen sich bald heimisch in ihrer neuen Sippe in der Höhle über dem Fluß. Sie lernen, das Feuer zu schlagen und am Leben zu erhalten, die Jagd auf das Mammut, Rentier und Wollnashorn mit Steinschleudern und Fallgruben, die Herstellung von Gefäßen, Schmuck und Waffen aus Stein und Knochen und zeichnen sich bei allem durch besondere Geschicklichkeit und Klugheit aus. Als aber der söhnelose Häuptling bei seinem Tode den jungen Orek zu seinem Nachfolger bestimmt, kommt es zu Rivalitätsstreitigkeiten und somit zum Auseinanderbrechen der Sippengemeinschaft. Allein der Klugheit und der Umsicht des durch Weisheit und vorgebliche Zauberkraft ausgezeichneten Sippenältesten gelingt es, dem drohenden Verhängnis erfolgreich zu begegnen. Aufgrund zahlreicher Ausgrabungsbefunde von Archäologen sowie abgesichert durch die Erkenntnisse von Historikern und Ethnologen zeichnet der Autor ein äußerst lebendiges und faszinierendes Bild von Umwelt und Lebensbedingungen der Menschen in der ausgehenden Altsteinzeit und schildert den abenteuerlichen Schicksalsweg zweier Kinder und ihrer Sippe, wie er vor etwa zehntausend Jahren durchaus seinen Verlauf genommen haben könnte.

Zwei Leben für Hannibal. Eine Erzählung aus dem Reich der Karthager. (ab 11 J.)

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Hannibals Eroberungszüge in Spanien und Italien bilden den Rahmen für diese spannende Geschichtserzählung. An Hannibals zwölftem Geburtstag erscheint in Karthago die Hexe der Göttin Tanit. In geheimnisvoller Prophezeiung verbindet sie Hannibals Schicksal mit der des soeben geborenen Chero. "Drei Leben sind ihm geschenkt", verkündet sie. "Zwei wird er dem Hannibal opfern. Das Opfer des dritten Lebens bedeutet den Tod." Hannibals Vater, der mächtige Feldherr Hamilkar Barkas, läßt Chero streng bewachen. Er sieht in ihm einen Garanten für das Leben seines Sohnes. Während Hannibal schon als Jugendlicher an den Eroberungszügen seines Vaters teilnimmt, verbringt Chero eine einsame Kindheit. Dann gelingt ihm die Flucht nach Spanien. Dort kämpft und siegt die karthagische Armee, nun unter Hannibal. Doch statt der erhofften Freiheit erwartet Chero neue Gefangenschaft. Hilike, die Tochter des Fürsten Hormes, versucht, sie ihm erträglich zu machen. In der Stunde der Wahrheit deutet ihm die Hexe der Tanit ihre Weissagung von damals; und Chero entscheidet über sein drittes Leben. Eine fesselnde Erzählung aus der Blütezeit und vom Ende der Karthagerreiches.

Rette dich, Pharao. Eine Erzählung aus dem alten Ägypten. (ab 10 J.)

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Im zweiten Jahrtausend vor Christus erklärt Pharao Echnaton alle bisherigen Götter Ägyptens für abgesetzt und ernennt Aton, die Sonne zur alleinigen Gottheit. Er und seine Gemahlin Nofretete lassen alle Priester und Anhänger des früheren Obergottes Amun gnadenlos verfolgen. Doch der Glaube an die alten Götter läßt sich nicht ausrotten. Der Hohepriester Amuns schafft immer neue Anhänger um sich aus dem Untergrund plant er die Vernichtung Echnaton und der neuen Staatsreligion. ein wichtiges Werkzeug in seinen Händen ist der junge Bäckersohn Senmut. Auch für seine Urenkelin Merit hegt der Hohepriester ehrgeizige Pläne... Josef Carl Grund versteht es wieder meisterhaft, historische Fakten mit einer spannenden Erzählung zu verschmelzen. So entsteht ein lebendiges Bild vom Leben zur Zeit Echnatons und Nofretetes - einer der faszinierendsten Kulturepochen Ägyptens.

Der Ring des Pilatus. Eine Erzählung aus der Zeit Christi. (ab 10 J.)

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In diesem Jahr nimmt das Passahfest in Jerusalem einen unerwarteten Verlauf: Eine erregte Menschenmenge zieht zum Palast des Statthalters und fordert für Joschua, den "Wunderrabbi" aus Nazareth, den Tod. Pontius Pilatus, der oberste Befehlshaber in der römischen Provinz Judäa, hält den jungen Mann für unschuldig, doch auf den Druck der Menge hin verurteilt er ihn zum Tod am Kreuz. Entsetzt hat der 15jährige Sklave David das Geschehen beobachtet. Gibt es denn keinen Ausweg für Joschua? Als David durch Zufall den goldenen Ring des Pilatus, eine Unterpfand römischer Macht, in die Hände bekommt, steht sein Entschluß fest: Er will Joschua mit Hilfe des Ringes retten. Doch in den Wirren der folgenden drei Tage über stürzen sich die Ereignisse, und am Ende findet sich David auf der Flucht nach Damaskus wieder - zusammen mit einer kleinen Gruppe von Anhängern des Rabbi. Unter ihnen ist Judith, die Tochter eines Töpfers, zu der sich David von Anfang an hingezogen fühlt. Als dann der Ring des Polatus in falsche Hände gerät, kann sie alle nur noch ein Wunder retten... Eine Geschichte aus der Zeit Christi - anschaulich und spannend erzählt.

Schlangen für Kleopatra. Eine Erzählung aus dem alten Ägypten. (ab 10 J.)

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Sechmet, der alte Magier, lebt mit seiner Familie in einem geheimnisvollen Haus auf einem Hügel im Sumpf. Alle Bewohner Alexandrias fürchten und achten ihn, denn er heilt Krankheiten und lindert Schmerzen mit dem Gift von Sumpfkobras und Wüstenvipern. Auch Sechmets Adoptivsohn Renef möchte die Heilkunst erlernen und erweist sich als gelehriger Schüler. Eines Tages erscheint ein Bote Kleopatras im Haus am Sumpf und befiehlt Sechmet und Renef in den königlichen Palast. Der jungen Königin wurde geweissagt, daß sie einst durch das Gift einer Schlange sterben wird. Kleopatra hat viele Feinde und sie fürchtet, daß sie durch einen Schlangenbiß ermordet werden soll. Nun soll ihr Sechmet einen Trank gegen Schlangengift brauen. Doch der alte Zauberer weiß Besseres: Am Festtag der Göttin Isis überreicht Renef der mächtigen Königin Ägyptens einen Korb voller Schlangen . . . Trockenes Schulwissen wird lebendig, wenn man es auf konkrete Personen bezieht. Josef Carl Grund hat wieder eindrucksvolle Charaktere geschaffen, durch die der Leser miterleben kann, wie Königin Kleopatra im alten Ägypten Geschichte machte.

Gib mir meine Legionen wieder. Eine Erzählung aus römisch-germanischer Zeit. (ab 10 J.)

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Im Jahre 4 n. Chr. sendet der römische Kaiser August den Feldherrn Tiberius als Statthalter nach Germanien. Er soll Aufstände rechtsrheinischer Stämme unterdrücken. Mit ihm reisen die germanischen Fürstensöhne Armin und Flavus in die Heimat zurück. Sie wurden in Rom erzogen und sollen Tiberius unterstützten. In die sich bald überstürzenden Ereignisse werden auch Marcus, der Sohn eines römischen Händlers, und Ingo, ein der Sklaverei entflohener Berukterer, verwickelt, dazu die Mädchen Adda und Uta. In einer Zeit des Hasses schließen sie Freundschaft. Die Kämpfe zwischen römischen Legionären und germanischen Aufständischen nehmen kein Ende. Tiberius wird an einen anderen Kriegsschauplatz versetzt. Statthalter in Germanien wird Publius Quinctilius Varus. Er reizt die Germanen mit harten Gesetzten. Heimlich vereint Armin die rechtsrheinischen Stämme zur Kriegsmacht. 9 n. Chr. vernichtet er die Legionen des Varus in der Schlacht am Teutoburger Wald. Marcus, Ingo, Adda und Uta überleben. Tiberius wird Kaiser und gibt das rechtsrheinische Germanien auf. Armin wird ermordet. Ingo und Adda, Marcus und Uta helfen aufbauen, was andere zerstört haben. Die Geschichte um den Cherusker fürsten Armin, der die rechtsrheinischen Germanen Stämme zum Kampf gegen die Römer vereinte, bidet den historischen Hintergrund für die spannende Erzählung vom Schicksal eines römischen und eines germanischen Jungen und zweier germanischer Mädchen. In den Kriegswirren finden sie zur Freundschaft fürs Leben zusammen.

Geiseln für Cäsar. Eine Erzählung aus dem alten Rom. (ab 11 J.)

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Man schreibt das Jahr 52 vor Christus. Cäsar hat mit seinen Legionen den Römern die Herrschaft über Länder und Staaten rund um das Mittelmeer bis hinauf nach Gallien (dem heutigen Frankreich) erkämpft. Auch Ägypten steht unter seinem Einfluß, seit er Prinzessin Kleopatra den Pharaonethron erobert hat. Um sich die Gefolgschaft der Unterworfenen zu sichern, läßt Cäsar Söhne und Töchter führender Familien als Geiseln nach Rom bringen. Drei dieser Geiseln leben bei Senator Capito. Es sind der 16jährige Cyran aus Gallien und zwei Mädchen aus Ägypten, Herat und Tanit. Cyran verliebt sich in Herat und schmiedet Fluchtpläne. Auf der Suche nach Verbündeten entwischt er seinen Bewachern und wird ausgerechnet von gallischen Verschwören überwältigt, die ihn für einen Römer halten. Gemeinsam wollen sie den gefangenen Arvernerfürsten Vercingetorix, aber auch Herat und Tanit befreien... Eine spannende Geschichtserzählung, die ein lebendiges Bild vom Rom zur Zeit Cäsars vermittelt.

Asche auf Pompeji. Eine Erzählung aus altrömischer Zeit. (ab 11 J.)

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In der römischen Stadt Pompeji steht ein großes Fest bevor. Höhepunkt soll der Kampf zwischen den beiden berühmten Gladiatoren Divinus und Pulcher sein. Aber es kommt nicht dazu. Der Vesuv bricht aus. Jeder versucht, dem tödlichen Aschenregen zu entkommen.

Feuer am Limes. Eine Erzählung aus der Zeit der Römer und Alemannen. (ab 11 J.)

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Höchste Alarmbereitschaft herrscht im Römerlager Biricianis, dem heutigen Wießenburg in Bayern. Rauchzeichen und wiederholte Scheinangriffe künden von einem groß angelegten Überfall der Alemannen auf den Rätischen Limes, die Mauer, die das römisch besetzte Gebiet vor germanischen Einfällen schützen soll. Der Kommandant des strategisch bedeutenden Kastells läßt die wertvollsten Kultobjekte aus dem Götterheiligtum vergrabe, damit sie den Alemannen nicht in die Hände fallen. Cornelia, Tochter eines römischen Offiziers, wartet stündlich auf Fritho. Ihm, dem gefangengenommenen Sohn eines alemannischen Grafen, hatte sie einst zur Flucht verholfen und ihn somit vor schmachvollem Sklavenschicksal bewahrt. Zum Dank dafür versprach Fritho, sie rechtzeitig vor dem Angriff der Alemannen zu warnen. Fritho kommt, der Sturm bricht los und vernichtet schließlich die gesamte römische Befestigungsanlage Biricianis. Erst 1979 stieß ein Weißenburger Freizeitgärtner beim Anlegen eines Spargelbeetes auf kostbare Kult- und Gebrauchsgegenstände. Hierbei handelt es sich um die Auffindung all der Objekte, die die Römer kurz vor dem Alemannensturm um 250 n. Chr. in ihrem Grenzlager vergraben hatten - einer der größten und bedeutendsten Schatzfunde aus der Römerzeit in Deutschland. Die Ausgrabungen und Rekonstruktionen des Römerkastells Biricianis im heutigen Weißenburg sowie der 1979 zufällig entdeckte bedeutende Schatzfund bilden den authentischen Hintergrund für diese spannungsgeladene Geschichtserzählung über den folgenschweren Zusammenprall von Alemannen und Römern um 250 n. Chr. am Rätischen Limes.

Die Stadt der Pferdegöttin. Eine Erzählung aus der Zeit der Kelten. (ab 11 J.)

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Der Keltenfürst Baran hat zu einem großen Festgelage geladen zur Feier seiner Genesung von langer schwerer Krankheit. Doch die Pferdegöttin Epona grollt: Zu lange schon hat sie keine tapferen Krieger der ihr geweihten Stadt ins Kampfgetümmel geleitet und ruhmreich gefallene Helden ins Reich der Götter geführt. Der Druide an Barans Seite versteht die unheilverkündenden Zeichen mitten in der allgemeinen Ausgelassenheit und deutet sie auf seine Weise: Die Götter fordern das Leben des Fürsten als Sühneopfer. der Priester weiß, was ihm zu vollziehen auferlegt ist. Während der groß angelegten Vorbereitungen zu den Begräbnisfeierlichkeiten, in die die gesamte Stadt- und Landbevölkerung einbezogen ist, kommen römische Händler in die Stadt der Pferdegöttin, um ihren gewohnheitsmäßigen Warenaustausch zwischen den Gütern des Südens und Nordens zu tätigen. Sie werden in den Strudel der Ergebnisse hineingezogen und ebenso wie Frau und Sohn des toten Fürsten Opfer einer feinsinnig gesponnen Intrige zwischen dem Druiden und der mächtigen Schwester des Verstorbenen um die gesicherte Nachfolge in der Herrschaft über diesen mächtigen Keltenstamm. Eine ungemein spannungsgeladene Geschichtserzählung über die Kelten um 200 vor Christus und ihren erstaunlich hohen Kulturstand - basierend auf gesicherten Forschungserkenntnissen durch die Ausgrabungen beispielsweise auf dem Michelsberg bei Kelheim, der Keltenfestung bei Manching und des Salzbergwerks sowie der Fürstengräber in Dürnberg bei Hallein.

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