Joanne K. Rowling

(Harry Potter)

Es war einmal eine junge Frau namens Joanne K. Rowling, 31 Jahre alt, frisch geschieden, alleinerziehende Mutter eines drei Monate alten Mädchens und finanziell knapp bei Kasse. Man schrieb das Jahr 1998. Sie setzte sich eines Tages in ein Café in Edingburgh, bestellte Espresso und Wasser und schrieb fieberhaft an einem Roman, während ihr Baby schlief. Das Manuskript schickte sie an einen Agenten, der es sofort annahm und einen Verlag fand, der das Buch in viele Länder verkaufte. Vom "Scottish Art Council" erhielt J.K. Rowling die höchste Stipendiensumme, die je ein Kinderbuchautor bekommen hat.

Joanne K. Rowling besuchte die Exeter Universität, wurde Lehrerin, lebte in England, Frankreich und Portugal, bevor sie nach Schottland zurückging. Sie hat immer schon geschrieben. Ihr erstes Buch verfasste sie im Alter von 6 Jahren. Es handelte von einem Kaninchen mit dem Namen "Rabbit". Die Idee zu "Harry Potter" kam Joanne K. Rowling während einer langen Zugfahrt. Fünf Jahre sollte es noch dauern, bis sie die Geschichte und die Abenteuer von dem außergewöhnlichen Jungen, der ein Zauberer war ohne es zu wissen, erdacht hatte. Der erste Band von "Harry Potter" war gleichzeitig das erste Buch von Joanne K. Rowling, das veröffentlicht wurde. In der Zwischenzeit sind bereits Folgebücher zu der Serie erschienen, die insgesamt 7 Bände umfassen wird. Jede Folge beschreibt ein weiteres Jahr von Harry Potter in "Hogwart", dem Zauberer-Internat, bis die Schulzeit beendet ist.

Mittlerweile kann sich Joanne K. Rowling zu ihrem Espresso sogar ein Sandwich leisten. Mit den hervorragenden und unglaublich erfolgreichen Harry-Potter Romanen hat sie eine Welt geschaffen, in der Kinder besondere Fähigkeiten haben, während konventionelle Erwachsene unbedarft sind oder grausam oder beides. Die heimliche Macht ihres Helden hat traditionelle Züge des Volksmärchens – er hantiert mit fliegenden Besen, Verwandlungskünsten, Zaubersprüchen und Zaubertränken. Gleichzeitig steht diese Macht für kindliche Fantasie, Kreativität und Humor, denn die Harry Potter Bücher sind nicht nur spannend, sondern auch sehr lustig. Die Helden machen Fehler, so dass sich der Leser sich gut mit ihnen identifizieren kann. Doch obwohl Harry Potter und seine Freunde nicht perfekt sind, sind sie oft aufgeweckter und tapferer als Erwachsene. Trotzdem lesen Erwachsene die Bücher mindestens genauso gerne wie Kinder! Ein Interview mit Joanne K. Rowling findet Ihr hier: Interview mit Joanne K. Rowling

Die Harry-Potter Romane sind bereits kurz nach ihrem Erscheinen Klassiker geworden, die man nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal zu lesen begonnen hat.

Das erste Buch beginnt: "Mr. und Mrs. Dursley im Ligusterweg Nr. 4 waren stolz darauf, ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar. Niemand wäre auf die Idee gekommen, sie könnten sich in eine merkwürdige Geschichte verstricken, denn mit solchem Unsinn wollten sie nichts zu tun haben. Mr. Dursley war Direktor einer Firma namens Grunnings, die Bohrmaschinen herstellte. Er war groß und bullig und hatte fast keinen Hals, dafür aber einen sehr großen Schnurrbart. Mrs. Dursley war dünn und blond und besaß doppelt so viel Hals, wie notwendig gewesen wäre, was allerdings sehr nützlich war, denn so konnte sie den Hals über den Gartenzaun recken und zu den Nachbarn hinüber spähen. Die Dursleys hatten einen kleinen Sohn namens Dudley und in ihren Augen gab es nirgendwo einen prächtigeren Jungen. Die Dursleys besaßen alles, was sie wollten, doch sie hatten auch ein Geheimnis, und dass es jemand aufdecken könnte, war ihre größte Sorge. Einfach unerträglich wäre es, wenn die Sache mit den Potters herauskommen würde....."


© kids-unlimited 2000


Weiterzulesen in:

Harry Potter und der Stein der Weisen

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Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist. Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.
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Harry Potter und die Kammer des Schreckens

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Harry Potter geht in eine Zauberschule und es gibt für ihn nichts Schlimmeres als Ferien. Doch in diesem Schuljahr geschehen einige merkwürdige Dinge hinter den Mauern der Schule. Ein Ungeheuer treibt dort sein Unwesen. Harry macht mit seinen Freunden Ron und Hermine Jagd auf die dunklen Mächte. Aber auch diese haben Zauberkräfte, denen die Freunde vielleicht nicht gewachsen sind...

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

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Aufregung in der Zauberschule: Ein gefürchteter Verbrecher hat es auf Harrys Leben abgesehen. Harry und seine Freunde Ron und Hermine haben keine Ahnung, wieso Harry in Gefahr ist. Mutig versuchen sie es herauszufinden. Ein Geflecht aus Lügen, Verrat und Rache muss entwirrt werden und was sie schließlich entdecken, lässt sie beinahe an ihrem Verstand zweifeln...

Harry Potter Band 4

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Zauber, Geheimnis und Chaos: Ein Interview mit Joanne K. Rowling

Die geschiedene J. K. Rowling lebte mit ihrer kleinen Tochter in einer winzigen Mietwohnung in Edinburgh von der staatlichen Fürsorge, als sie Harry Potter und der Stein der Weisen in ein paar stillen Momenten an einem Kaffeehaustisch schrieb. Harry Potter hat sie gerettet! In diesem Interview mit Amazon.co.uk spricht Rowling über die Entstehung unseres Helden, das Hotel in Manchester, in dem Quidditch geboren wurde, und darüber, daß sie im Alter von elf Jahren vielleicht auch ein wenig wie Hermine war.

Amazon.co.uk: Wollten Sie schon als Kind Schriftstellerin werden?

J.K. Rowling: Ja, ich wollte schon solange ich zurückdenken kann Schriftstellerin werden. Englisch ist immer mein Lieblingsfach in der Schule gewesen. Warum ich dann meinen Abschluß in Französisch gemacht habe, wissen die Götter.

Amazon.co.uk: Wie alt waren Sie, als Sie anfingen zu schreiben, und was war Ihr erstes Buch?

Rowling: Ich schrieb meine erste abgeschlossene Geschichte, als ich etwa sechs war. Sie handelte von einem Hasen, der "Hase" hieß. Sehr phantasievoll. Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört zu schreiben.

Amazon.co.uk: Warum wollten Sie Schriftstellerin werden?

Rowling: Wenn mich jemand nach meinem Rezept für Glück fragen würde, wäre der erste Schritt, herauszufinden, was man am allerliebsten macht; und der zweite, jemanden zu finden, der einen dafür bezahlt. Ich betrachte es als großes Glück, daß ich vom Schreiben leben kann.

Amazon.co.uk: Beabsichtigen Sie, auch Bücher für Erwachsene zu schreiben?

Rowling: Meine ersten zwei Romane -- die ich nie zu veröffentlichen versuchte -- waren für Erwachsene. Ich denke, ich könnte wieder eins schreiben, aber ich stelle mir beim Schreiben eigentlich nie ein Zielpublikum vor. Zuerst kommen die Ideen -- es hängt also wirklich davon ab, welche Idee mich als nächstes packt!

Amazon.co.uk: Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?

Rowling: Für mein letztes Buch -- das dritte in der Harry-Reihe -- benötigte ich etwa ein Jahr, was für mich ziemlich schnell ist. Wenn ich es schaffe, das vierte Harry-Buch bis zum Sommer fertig zu haben -- das ist mein Abgabetermin --, dann wäre das mein bisher schnellstes Buch -- etwa acht Monate.

Amazon.co.uk: Woher kamen die Ideen für die Harry-Potter-Bücher?

Rowling: Ich habe keine Ahnung, wo Ideen herkommen, und ich hoffe, ich erfahre das nie. Es würde für mich die ganze Spannung nehmen, wenn ich erführe, daß es nur eine komische kleine Falte auf der Oberfläche meines Hirns ist, die mich an unsichtbare Bahnsteige denken läßt.

Amazon.co.uk: Wie kommen Sie zu den Namen Ihrer Figuren?

Rowling: Einige der Namen in den Harry-Büchern habe ich erfunden. Ich sammle aber auch ungewöhnliche Namen. Ich habe sie von mittelalterlichen Heiligen, Landkarten, Wörterbüchern, Pflanzen, Kriegerdenkmälern und Leuten, denen ich begegnet bin!

Amazon.co.uk: Basieren Ihre Figuren auf Menschen, die Sie kennen?

Rowling: Einige schon. Aber ich muß äußerst vorsichtig sein mit dem, was ich dazu sage. In den meisten Fällen dienen real existierende Menschen als Inspiration für eine Figur. Aber sobald sie in meinem Kopf sind, fangen sie an, sich in eine ganz andere Person zu verwandeln. Professor Snape und Gilderoy Lockhart begannen beide als übertriebene Versionen von Leuten, denen ich irgendwann begegnet bin. Sie haben sich aber dann sehr verändert, nachdem sie auf dem Papier waren. Hermine ist ein wenig wie ich, als ich elf war -- nur viel schlauer.

Amazon.co.uk: Basieren irgendwelche Ihrer Geschichten auf Ihrem eigenen Leben oder auf dem von Leuten, die Sie kennen?

Rowling: Ich habe keines der Harry-Bücher bewußt auf mein Leben aufgebaut, das bedeutet aber nicht, daß sich die eigenen Gefühle nicht doch einschleichen. Als ich das zwölfte Kapitel des ersten Buches The Mirror of Erised nochmals durchlas, bemerkte ich, daß ich viele meiner eigenen Gefühle über den Tod meiner Mutter auf Harry projiziert hatte, obwohl mir das beim Schreiben überhaupt nicht bewußt war.

Amazon.co.uk: Woher hatten Sie die Idee zu Quidditch?

Rowling: Ich erfand Quidditch, als ich einmal die Nacht in einem sehr kleinen Zimmer im Bournville Hotel in Didsbury, Manchester, verbrachte. Ich suchte nach einer Sportart für Zauberer, und ich wollte schon immer ein Spiel sehen, in dem zur selben Zeit mehr als nur ein Ball benutzt wurde. Die Idee machte mir einfach Spaß. Das Spiel, dem es am ehesten ähnelt, ist Basketball, was wohl die Sportart ist, die ich am liebsten sehe. Ich hatte viel Spaß beim Erfinden der Spielregeln, und ich habe immer noch das Notizbuch, in das ich alles geschrieben habe -- komplett mit Zeichnungen und all den Namen, die ich für die Bälle hatte, bevor ich mich für Snitch, Bludgers und Quaffle entschied.

Amazon.co.uk: Woher hatten Sie die Ideen für die Zaubererschule und die Zaubersprüche?

Rowling: Ich habe mir die Schulfächer schon früh ausgedacht. Die meisten Zaubersprüche sind erfunden, aber einige von ihnen haben ihren Ursprung in dem, was die Menschen früher als wirksam erachteten. Viele unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse haben wir den Alchemisten zu verdanken!

Amazon.co.uk: Welche Zutaten sind Ihrer Meinung nach wichtig für alle Harry-Potter-Bücher?

Rowling: Ich denke eigentlich nie an sowas wie Zutaten. Aber wenn ich welche nennen sollte, würde ich sagen Humor, starke Figuren und eine wasserdichte Handlung. Diese Dinge würden die Sorte Buch ausmachen, die ich selbst gerne lese. Oh, fast hätte ich es vergessen -- schaurig muß es auch sein. Ich nehme mir nie vor, den Leuten Angst zu machen, aber irgendwie schleicht es sich dann doch ein.

Amazon.co.uk: Schreiben Sie mit der Hand oder mit dem Computer?

Rowling: Ich schreibe immer noch gerne mit der Hand. Normalerweise mache ich einen ersten Entwurf mit Kugelschreiber und Papier, und meine erste Überarbeitung mache ich dann, wenn ich alles auf dem Computer tippe. Aus irgendeinem Grund ziehe ich es vor, mit einem schwarzen Kugelschreiber zu schreiben anstatt mit einem blauen, und in einer vollkommenen Welt würde ich immer ein fein liniertes Schreibpapier verwenden. Aber ich schreibe manchmal auf den verrücktesten Sachen, wenn ich keinen Notizblock bei mir habe. Die Namen der Hogwarts-Häuser entstanden im Flugzeug auf der Rückseite einer Spucktüte. Sie war natürlich leer.

Amazon.co.uk: Welche Bücher lesen Sie gerne?

Rowling: Meine Lieblingsschriftstellerin ist Jane Austen, und ich habe alle ihre Bücher so oft gelesen, daß ich aufgehört habe zu zählen. Mein liebster lebender Schriftsteller ist Roddy Doyle, der meiner Meinung nach ein Genie ist. Ich glaube, sie machen beide ähnliche Sachen -- sie schaffen völlig ausgefeilte Charaktere, oft ohne viel -- oder gar gänzlich ohne -- äußere Beschreibung, und untersuchen menschliches Verhalten in einer sehr unsentimentalen und doch rührenden Art. Und sie sind natürlich komisch.

Amazon.co.uk: Welche Bücher haben Sie als Kind gelesen? Haben die Ihre Art zu schreiben auf irgendeine Art beeinflußt?

Rowling: Es ist immer schwer zu sagen, wo die Einflüsse liegen. Alles, was man gesehen, erlebt, gelesen oder gehört hat, wird im Kopf zersetzt -- wie Kompost. Drei Bücher, die ich als Kind gelesen habe, heben sich in meinem Gedächtnis dennoch ab. Das Eine ist Das kleine weiße Pferd von Elizabeth Goudge, welches wahrscheinlich mein liebstes Buch als Kind war. Das zweite ist Manxmouse von Paul Gallico -- es ist zwar nicht sein berühmtestes Buch, aber ich finde es wunderbar. Das dritte ist Grimpel von Clement Freud. Grimpel ist eines der komischsten Bücher, die ich je gelesen habe, und Grimpel selbst -- ein kleiner Junge -- ist eine fabelhafte Figur. Ich würde liebend gern einmal einen Grimpel-Film sehen. Soviel ich weiß, sind diese letzten beiden wunderbaren Werke der Literatur vergriffen. Wenn also irgendein Verleger jemals wieder die Manuskripte rausrückt, könnten Sie sie bitte abstauben und wieder in Druck geben, damit andere Leute sie auch lesen können?

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