Antoine de Saint-Exupéry

(Der kleine Prinz )

Antoine-Marie-Roger Saint-Exupéry kam im Juni 1900 zur Welt. Sein Spitzname lautete bald "Tonio". Im Alter von 12 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für Flugzeuge, da er sich oft auf einem Flugplatz in der Nähe seines Hauses aufhielt. Eines Tages durfte er bei Freunden mitfliegen. Die Faszination, die Erde von oben zu betrachten, ließ ihn danach nicht mehr los. Nach seiner Schulzeit auf einem Jesuitenkolleg leistete er seinen Militärdienst bei einem Fliegerregiment ab, wo er auch den Pilotenschein erwarb. Sein erstes Buch über das Fliegen erschien im Jahre 1925. Da das Schreiben eine Folge seiner Erlebnisse war, beschloss der frischgebackene Autor, so viel wie möglich zu fliegen, um besser darüber schreiben zu können. Ein Jahr lang arbeitete er als Pilot des Postflugzeuges auf den Strecken Toulouse-Casablanca und Casablanca-Dakar.

Während einer dieser Flüge über Nordafrika musste er wegen technische Probleme eine Zwischenlandung einlegen. Ein wunderbar flaches Hochplateau in der Einsamkeit der Wüste bot sich als idealer Landeplatz an. Zu allen Seiten fiel es steil ab, so dass niemand es von unten erreichen konnte. Abgehoben, weit entfernt von jeder Zivilisation, genoss Saint-Exupéry die Stimmung der Natur. Er erkundete die Gegend und stieß auf einen kleinen schwarzen Stein inmitten des ockerfarbenen Geländes, der seiner Meinung nach eigentlich nur aus dem Weltall stammen konnte. Nachts legte sich der Pilot unter seinen Flugzeugflügel zum Schlafen und träumte von diesem Stein, der sich seltsam verwandelte. Ein kleines, sehr freundliches Wesen tauchte auf, sprach ihn an und legte ihm diesen Stein zu Füßen. In dieser Nacht entstand "Der kleine Prinz" in der Vorstellung von Saint-Exupéry. Es sollte jedoch noch viele Jahre dauern, bis der Anstoß zum Schreiben des Buches erfolgte.

Später wurden die Poststrecken nach Brasilien und Argentinien aufgenommen. Über seine Erlebnisse und Erfahrungen auf dem südamerikanischen Kontinent schrieb Saint-Exupéry Berichte, die bei dem befreundeten Verleger Gallimard erschienen. In Argentinien lernte er seine zukünftige Frau kennen. Zurück in Frankreich, heiratete er und arbeitete als Testpilot bis zu einem Absturz, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Flüge nach Vietnam und Russland sowie ein Rundflug um das Mittelmeer gaben Saint-Exupéry die Gelegenheit, viel von der Welt zu sehen und lieferten weiteren Stoff für seine Berichte und Bücher. Im Jahre 1935 wollte er einen neuen Geschwindigkeitsrekord für die Strecke nach Saigon aufstellen, stürzte jedoch unterwegs mitten in der lybischen Wüste ab. Sein Copilot und er waren glücklicherweise nicht schwer verletzt und machten sich auf die Suche nach Rettung. Nach drei Tagen trafen sie halb verdurstet auf eine Karawane, die sie nach Kairo brachte. Der nächste Absturz ein paar Jahre später verlief weniger glimpflich. Bei einer Zwischenlandung in Guatemala auf dem Weg von New York nach Feuerland zerbrach das Flugzeug am Ende der Landebahn. Schwer verletzt lag Saint-Exupéry mehrere Tage im Koma und viele Wochen im Krankenhaus, bevor er nach New York zurückkehren konnte. Während der Genesungszeit schrieb er ein weiteres Buch, "Terre des Hommes" (Wind, Sand und Sterne). Den zweiten Weltkrieg verbrachte Saint-Exupéry hauptsächlich in den USA und schrieb weitere Bücher. Sein amerikanischer Verleger bemerkte, dass Saint-Exupéry oft kleine Figuren an den Rand seiner Manuskript kritzelte und schlug ihm vor, ein Kinderbuch zu schreiben. Der alte Traum aus der Wüste wurde wieder wach und 1943 erschien "Der kleine Prinz" in New York.

Gegen Ende des Krieges nahm Saint-Exupéry den Dienst als Pilot in Nordafrika und Frankreich auf. Am 31. Juli startete sein letzter Flug von Korsika aus, von dem er nicht mehr zurückkehrte.

© kids-unlimited 2000


Bücher von Antoine de Saint-Exupéry :

Der kleine Prinz (ab 6 J.)

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Das zentrale Thema dieser gedankentiefen und zartempfundenen Geschichte vom kleinen Prinzen ist die Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft. Der kleine Prinz ist nichts anderes als ein Teil von Saint-Exupery selbst, der der rationalen Sehweise der Erwachsenen, ihrer Besitzergreifung der Welt durch Zahlen, ihrer Art der Beweisführung und ihrer Logik in den Parabeln von der Rose und vom Fuchs das Gebot der Mitmenschlichkeit entgegenhält. -Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar-.
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