Peter Sis

(Tibet. Das Geheimnis der roten Schachtel)

Peter Sis wurde 1949, wenige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, in Brno (Tschechien) geboren. Seine Mutter ermunterte ihn schon als kleines Kind zu zeichnen und zu malen, da sie sein Talent erkannte. Der Zeichenlehrer in der Schule dagegen war anderer Meinung, da er immer nur einen ganz bestimmten Stil sehen wollte. Wie sollte er sich täuschen! Peters Vater war Filmemacher. Die Sowjetunion hatte damals das Land fest im Griff. Sie suchten jemanden, um einen Film in China zu drehen. Peters Vater wurde in die Filmeinheit der Armee beordert und sollte für zwei Monate nach China reisen. Er hatte gehofft, dort Schmetterlinge und seltene Pflanzen zu entdecken und zu filmen, was seine Spezialität war. Stattdessen musste er den Chinesen beibringen, wie man Filme macht und einen Film über den Bau einer Straße in die westlichste Provinz drehen. Allmählich verstand er, dass diese Provinz eigentlich Tibet war, und der Straßenbau als militärische Operation notwendig war, um Tibet mit China zu verbinden. Als Peters Vater dies merkte, entfernte er sich von dem Filmteam und verschwand für lange Zeit. Er schlug sich allein im Land durch, machte abenteuerliche Erfahrungen und traf in der Hauptstadt Lhasa den damals noch jungen Dalai Lama. Er beobachtete die Ankunft der Chinesen und verfolgte mit, wie Tibet sich änderte. Er konnte sich glücklich schätzen, überhaupt heil nach Hause zurückgekommen zu sein.

Peter lauschte immer wieder den abenteuerlichen Geschichten seines Vaters über dieses ferne und fremde Tibet. Später wurde Peter selbst auch Filmemacher. 1980 gewann er beim West-Berliner-Filmfestival den Goldenen Bären. 1984 bekam er den Auftrag, für sein Land einen Film über die Winterolympiade in den USA zu drehen. Die damalige Tschechoslowakei boykottierte dann jedoch gemeinsam mit vielen anderen osteuropäischen Länder die Olympiade. Peter Sis sollte daher umgehend nach Hause fliegen, was er jedoch nicht tat. Er entschloss sich, in den USA zu bleiben und dort ein neues Leben zu beginnen. Er bekam Asyl und zog 1984 nach New York, wo seine Karriere als Autor und Zeichner begann. Er heiratete Ten-y Lajtha, die ebenfalls im Filmgeschäft tätig war und sie bekamen 2 Kinder. Für seine Illustrationen und Bücher hat er viele Auszeichnungen und Preise gewonnen. Illustrationen für Time, Newsweek, The New York Times Book Review, eine Wandmalerei am Flughafen Washington/Baltimore, Poster für die New Yorker U-Bahn... so vielseitig sind die Aufgaben dieses berühmten Zeichners!

Wegen seiner Bücher ist er nicht minder berühmt geworden. Tibet. Das Geheimnis der roten Schachtel ist das Buch, das direkt aus seiner Kindheit mit den Erzählungen seines Vaters und dessen Tagebuchaufzeichnungen entspringt. Das Buch hat die geheimnisvolle, beinahe magische Ausstrahlung, die sich auch in seinen anderen Büchern wiederfindet.

© kids-unlimited 2000


Neugierig geworden? Hier geht´s los:

Tibet. Das Geheimnis der roten Schachtel. (ab 10 J.)

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In einer roten Schachtel findet Peter das Tagebuch seines Vaters, in dem er von einer Reise nach Tibet in den 50er Jahren berichtet. Da werden Sís' Erinnerungen an seine Kindheit, an die geheimnisvollen Geschichten seines Vaters wieder wach: der Aufenthalt bei den Yetis, die den Vater vor dem Tod retteten; der kleine Junge, der ihm mitten im Himalaya den Weg zum jungen Dalai Lama weist _ Sís' Bilder lassen eine magische Welt zwischen Wirklichkeit und den märchenhaften Träumen um dieses Land entstehen.

Der Sternenbote. (ab 10 J.)

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Die Sterne faszinierten Galileo Galilei von frühester Jugend an. Erst lernte er alles über sie, was man zur damaligen Zeit wußte. Dann machte er eigene Experimente und entwickelte ein neuartiges Teleskop. Und schließlich bewies er, daß die Erde nicht, wie die Menschen seit Jahrtausenden dachten, der Mittelpunkt des Universums ist. Doch die Kirche wollte die neuen Wahrheiten nicht hören und verdammte Galileo Galilei zum Widerruf seiner Lehren.

Die drei goldenen Schlüssel. (ab 10 J.)

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Der Autor, ein in New York lebender Tscheche, hat dieses Buch für seine Tochter gemalt und geschrieben, um ihr seine Heimatstadt Prag vorzustellen. Mit einem Ballon läßt er sich nach Prag treiben und betrachtet, dort angekommen, die Stadt mit den Augen eines Kindes. Er läßt so die Stadt seiner Kindheit mit Elternhaus, berühmten Sehenswürdigkeiten, mit ihren Sagen und Legenden, ihren großen und kleinen Geschichten entstehen.

Rhino Regenbogen. (ab 6 J.)

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Das graue Rhinozeros Rhino geht zusammen mit seinen drei Freunden, dem blauen, dem gelben und dem roten Regenbogenvogel auf Abenteuerreise. Unterwegs trennen sie sich und alle sind großen Gefahren ausgesetzt. Aber endlich erreichen sie ihr Zuhause und freuen sich, wieder zusammen zu sein.

Komodo. Wo die letzten Drachen wohnen. (ab 6 J.)

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Der Held dieses Buches ist, wie viele andere auch, ein Drachenfan. Er hat alles über sie gelesen, sammelt alles, was mit Drachen zu tun hat, trägt fast immer Drachen-T-Shirts. Und er hat Glück: Seine Eltern machen mit ihm eine Reise nach Indonesien, auf die Insel Komodo, wo die letzten Riesenechsen leben...

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